Aktuelles

Perspektiven schaffen – Langzeitarbeitslosigkeit bekämpfen

In der heutigen Plenardebatte zur Reduzierung der Langzeitarbeitslosigkeit in Nordrhein-Westfalen ergriff neben Arbeitsminister Karl-Josef Laumann auch der CDU-Abgeordnete Marco Schmitz, der stellvertretender Vorsitzender im Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales ist, das Wort. Schmitz sagte: „Wir wollen die Menschen in Arbeit bringen. Trotz der erfreulich guten Situation auf dem Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen und steigender Beschäftigungszahlen, sind immer noch 290.000 Menschen in unserem Land ein Jahr oder länger ohne Anstellung. Jeder einzelne von ihnen ist einer zu viel. Die NRW-Koalition hat es sich zur elementaren Aufgabe gemacht, die Langzeitarbeitslosigkeit zu bekämpfen. Dabei ist es uns wichtig, die vielfältigen Gründe der Menschen für die mangelnde Teilhabe am Arbeitsmarkt zu erkennen und gezielt Unterstützung anzubieten. Wir verfolgen dabei einen ganzheitlichen Ansatz und wollen bestehende Angebote und Maßnahmen gezielt anpassen und erweitern. Wir setzen uns unter anderem dafür ein, dass die Menschen nah am ersten Arbeitsmarkt ausgebildet werden und dass Zwischenzielen, wie Teilqualifizierungen eine höhere Bedeutung zukommt. Außerdem streben wir eine Verbesserung der Zuverdienstgrenzen für Langzeitarbeitslose an. Dazu brauchen wir ein vernünftiges System in den Jobcentern und eine solide Finanzierung. Daher werden wir uns im Bund dafür einsetzen, entsprechende Mittel zur Verfügung zu stellen und damit Planungssicherheit zu schaffen. Die Integration in den Arbeitsmarkt ist gleichbedeutend mit Zukunftschancen, auch für nachfolgende Generationen. Packen wir es jetzt an, die Langzeitarbeitslosigkeit in unserem Land wirksam zu reduzieren.“ Zuvor hatte Karl-Josef Laumann betont, es sei ein Signal an die künftige Bundesregierung, dass sich in NRW eine politische Mehrheit für den sogenannten Passiv-Aktiv-Transfer, für den der Bund einen gesetzlichen Rahmen setzen muss, abzeichne. Danach können schon vorhandene Mittel von Bund und Kommunen für passive ransferzahlungen - etwa Arbeitslosengeld II oder die Kosten der Unterkunft - zusammengefasst und auch zur aktiven Förderung von Beschäftigung genutzt werden. Laumann betonte weiter, dass sich der nordrhein-westfälische Arbeitsmarkt in richtiger Richtung in Bewegung sei. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen sei im November 2017 um rund 16.300 Personen gesunken im Vergleich zum Vorjahr. Ziel sei es aber, deutlich mehr wieder in Betriebe des regulären, ersten Arbeitsmarkt zu integrieren.