In gleich zwei Tagesordnungspunkten hat der Landtag von Nordrhein-Westfalen in dieser Plenarwoche über Wohnungslosigkeit debattiert. Die Fraktionen von CDU und FDP haben hierzu den Antrag „Kampf gegen Wohnungslosigkeit“ eingebracht, den der CDU-Abgeordnete und CDA-Kollege Marco Schmitz erläutert:

"Es gibt sehr unterschiedliche Ursachen und Schicksalsschläge, die zu Wohnungslosigkeit führen können. Neben Arbeitslosigkeit können auch Armut, gesundheitliche Probleme oder Suchterkrankungen Wohnungslosigkeit zur Folge haben. Die NRW-Koalition hat den Unterstützungsbedarf für diese heterogene Gruppe erkannt. Diese Menschen können und dürfen wir nicht alleine lassen! Deshalb ist die Bekämpfung und Verhinderung von Wohnungslosigkeit eines der zentralen sozialpolitischen Anliegen der NRW-Koalition.
Wie wichtig uns dieses Anliegen ist, spiegelt die Landesinitiative 'Endlich ein ZUHAUSE' wider, die von Kommunalen Spitzenverbänden, der Freien Wohlfahrtspflege sowie der Landschaftsverbände mitentwickelt wurde. Die Landesregierung stellt hierfür in diesem Jahr 7,1 Millionen Euro zur Verfügung. Die rot-grüne Vorgängerregierung hat diese Initiative jährlich mit lediglich einer Millionen Euro unterstützt. Wir haben für dieses sozialpolitische Anliegen nicht nur das Budget stark angehoben, sondern auch die Angebote erweitert.
Ein wesentlicher Baustein dieser ganzheitlich angelegten Initiative sind die sogenannten ,Kümmerer-Projekte‘ in den zwanzig statistisch am meisten von Wohnungslosigkeit betroffenen kreisfreien Städten und Kreisen in Nordrhein-Westfalen. Die NRW-Koalition will und wird Kommunen und freie Träger beim Kampf gegen Wohnungslosigkeit mit unterschiedlichen Programmen und Angeboten weiter unterstützen. Wir wollen die Landesinitiative ,Endlich ein ZUHAUSE!‘ verstetigen und die Ausweitung der ,Kümmerer-Projekte‘ auf weitere kreisfreie Städte und Kreise ermöglichen. Wir nehmen auch gerne Ideen anderer Fraktionen mit auf."

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