Der nächste Schritt im Kampf gegen Ausbeutung in der Fleischindustrie ist getan: Werkverträge und Leiharbeit in den Schlachtbetrieben werden vom Bundeskabinett verboten.

Der Bundesvorsitzende:
"Es darf keine Weichwascherei geben. Diesen Appell richte ich insbesondere an meine eigene Partei. Das hat auch etwas mit christlicher Verantwortung zu tun."

Der Bundestag muss jetzt nach der Sommerpause über das Gesetz abstimmen. Auch mehr Kontrollen durch die Länder und eine digitale Arbeitszeiterfassung sind vorgesehen, damit die Unternehmen nicht den Mindestlohn unterlaufen. Hier muss weiter Druck ausgeübt werden, damit die Lobby keine Weichwaschung betreiben kann.
Karl-Josef Laumann sagte dazu: "Ich bin sehr froh über den Beschluss des Kabinetts."

Klar ist: Mit weichen Regeln ist der Fleischindustrie nicht beizukommen. Ohne ein Verbot von Werkverträgen sowie Leiharbeit und einer digitalen Arbeitszeiterfassung wird es wieder zu Missbrauch kommen. Das ist die Lehre aus dem Mindestlohngesetz und dem GSA Fleisch. Die Abgeordneten stehen jetzt in der Verantwortung die Ausbeutung der Arbeitnehmer zu beenden.

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