Deutliche Worte fand der nordrhein-westfälische Arbeitsminister Karl-Josef Laumann bei einer Debatte am vergangenen Donnerstag im Deutschen Bundestag. Bei der Fleischindustrie gehe es nicht um schwarze Schafe oder Einzelfälle, vielmehr sei von einem System der "organisierten Verantwortungslosigkeit" die Rede, sagte Laumann und fordere zugleich mehr Kontrollmöglichkeiten.

In diesem seien Missstände "vorprogrammiert", sagte Laumann. Durch die Abschaffung der Werkverträge will die Bundesregierung das ändern. Er unterstütze daher die angekündigten Gesetzesverschärfungen, zu denen eine verpflichtende digitale Zeiterfassung auch für Kontrollen des Mindestlohns gehört, so Laumann im Hohen Haus. Dass man in einer Branche, "wo man bei jeder Mettwurst sagen kann, von welchem Schwein sie abstammt, nicht digital Zeit erfassen kann, ist mir ein Rätsel", beklagte der CDA-Bundesvorsitzende abschließend.

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