Auch in diesem Jahr konnte der Landesvorsitzende Ralf Brauksiepe einen prominenten Hauptredner begrüßen: Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister, war der Einladung gerne gefolgt, "zumal es mein erster Empfang in diesem Jahr ist", so Spahn zu zahlreichen Gästen und Teilnehmern des Empfangs. Die Wertschätzung der Pflege, der pflegenden Berufe, durchzog alle Reden an diesem Abend. Spahn begann seine Ausführungen allerdings zunächst zum Thema Organspende, dies werde im vor uns liegenden Jahr eine große Rolle in der Gesundheitspolitik einnehmen. Weitere Herausforderungen liegen u. a. in der Digitalisierung, hier nannte er u. a. eine datensichere Patientenakte, und im Ausbau der Telemedizin. Er lobte die Arbeit der NRW-Koalition, die Einführung der Landarztquote begrüßte er ebenso wie die Entscheidung, eine medizinische Fakultät in Bielefeld auf den Weg zu bringen, Bayern und Nordrhein-Westfalen seien hier Vorreiter, so Spahn. Der Hinweis auf die Umsetzung des Koalitionsvertrages bzgl. der Wiedereinführung der paritätischen Finanzierung der Krankenversicherung seit dem 1. Januar 2019 ließ der Gesundheitsminister natürlich nicht unerwähnt, wohlwissend wie sehr dies immer eine Forderung des Sozialflügels der CDU gewesen ist. Elmar Brok MdEP wies in seinem kurzen Grußwort auf die immer noch großen sozialpolitischen Standards in den Mitgliedsländern hin, diese müssen man verändern, sonst seien Gedanken beispielsweise bzgl. einer europäischen Arbeitslosenversicherung gar nicht möglich. Angelika Gemkow, Bezirksvorsitzende der CDA in OWL und Michael Weber, heimischer CDA-Kreisvorsitzender, dankten Spahn für seine Ausführungen und versicherten ihm, den Pflegedialog auch gerade vor Ort weiter fortzuführen, "denn große Veränderungen fangen manchmal auf kleiner Ebene an", so Weber.

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