Tarifverträge bieten Arbeitnehmern wie Arbeitgebern einen institutionellen Rahmen für die Verhandlung von Löhnen und Arbeitsbedingungen. Die Tarifbindung der Betriebe und damit ihre Bedeutung für die Beschäftigten ging im Jahr 2019 in Westdeutschland weiter zurück.

In Ostdeutschland hat sich die Tarifbindung in den letzten Jahren kaum verändert, sie liegt hier aber auf einem deutlich niedrigeren Niveau.

So stellt es das IAB-Betriebspanel fest. HP IAB-FORUM

Hierzu erklärt der Landesvorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) Nordrhein-Westfalen und CDU-Europaabgeordnete, Dennis Radtke:

"Der weitere Rückgang der Tarifbindung in Deutschland ist alarmierend. Gerechte Löhne entstehen nur durch von den Sozialpartnern ausgehandelte Tarifverträge. Mindestlöhne stellen lediglich eine absolute Lohnuntergrenze da. Hier droht uns eine wesentliche Säule der sozialen Marktwirtschaft wegzubrechen. Daher ist es zukünftig in immer mehr Branchen erforderlich, Tarifverträge für allgemeinverbindlich zu erklären. Der NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann ist in Nordrhein-Westfalen diesen Weg vorangegangen. So hat er u.a. die Tarifverträge für Auszubildende im Gaststätten- und Hotelgewerbe sowie für Beschäftigte im Sicherheitsgewerbe erneut für allgemeinverbindlich erklärt. Aufgrund des steten Rückgangs der Taftbindung müssen wir gegebenenfalls auch die Regelungen für die Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen neu überdenken und vereinfachen. Politik kann hier nicht nur weiter zuschauen!"

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