'Ich begrüße ausdrücklich die industriepolitisch für ganz Nordrhein-Westfalen wichtigen und ehrgeizigen Zielsetzungen in dieser Strategie der CDU-geführten Landesregierung. Sie führt über bisherige Pilotprojekte hinaus. Das gilt für die Sektoren Industrie, Energie und Infrastruktur sowie Mobilität. Bis 2025 sollen erste Großanlagen in Betrieb gehen, die ersten gut 100 Kilometer eines Pipeline-Netzes installiert und 400 Brennstoffzellen-Lkw unterwegs sein. Bis zu 130.000 zusätzliche Arbeitsplätze können in Nordrhein-Westfalen so entstehen. Nicht nur mit dem systemrelevanten Stahlstandort Duisburg geht es auch um die industrielle Zukunft des Ruhrgebiets nach 2030 und bis 2050. Wir wollen weiterhin Stahl produzieren – langfristig und zukünftig klimaneutral. Hier müssen Landesregierung und Wirtschaft eng kooperieren und gemeinsam die Weichen in Richtung Zukunft stellen. Für dieses Ziel ist eine CO2 neutrale Wasserstofferzeugung in naher Zukunft unerlässlich. Dafür muss Wasserstoff in industriellen Großanlagen erzeugt werden. Die NRW-Landesregierung strebt in Deutschland und darüber hinaus eine Führungsrolle in dieser Zukunftsindustrie an.

Ich werde mich im Europäischen Parlament mit aller Kraft dafür einsetzen, die beispielhaften industriepolitischen Ziele der NRW-Landesregierung zu flankieren und zu unterstützen, um so Arbeitsplätze zu schaffen und damit erarbeiteten Wohlstand langfristig zu sichern.

Zwischen dem Wunsch nach schnellstmöglichen Umbau der Wirtschaft zur Erreichung der Klimaziele und der Erhaltung von Wertschöpfung und Arbeitsplätzen im globalen Wettbewerb muss ein Ausgleich gefunden werden. Das gilt für alle politischen Ebenen. Die Transformation der Industrie muss bei der Erreichung der Klimaziele Teil der Lösung sein und darf nicht das Problem darstellen.

Arbeitnehmer und Arbeitgeber wirken verantwortungsvoll über technologische Lösungen, Innovationen und Optimierung am Ziel der Klimaneutralität mit. Dafür ist die 'Roadmap Wasserstoff' einer der wichtigsten Bausteine. Ich freue mich sehr über das große Engagement der Landesregierung auf diesem Gebiet. Darin wird konkret, was die EU-Kommission Mitte 2020 in Strategieszenarien für eine Wasserstoffwirtschaft bis 2050 vorgelegt hat.', so Dennis Radtke MdEP, der auch Landesvorsitzender der Sozialausschüsse in Nordrhein-Westfalen ist.

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