Online-Plattformen wie UBER oder Deliveroo genießen hohe Beliebtheit bei der europäischen Bevölkerung. Was viele nicht wissen, ist, dass die Mitarbeiter unter teilweise unter inakzeptablen Arbeitsbedingungen arbeiten müssen und beispielsweise, keine soziale Absicherung haben, oder, gezwungenermaßen, als „Selbstständige Arbeitskraft“ tätig sind.

Der nordrhein-westfälische CDU-Europaabgeordnete und CDA-Landesvorsitzende, Dennis Radtke, stellt sich daher ganz klar hinter die Beschäftigten von Online-Plattformen. Das niederländische Amsterdamer Berufungsgericht hat am 16. Februar 2021 nun geurteilt, dass diese Methoden des Essenslieferdienstes „Deliveroo“ nicht zulässig sei und alle Mitarbeiter im Außendienst als Angestellte gelten und auch so behandelt werden müssen. In Spanien wurden ähnliche Urteile durch Gerichte verkündet und Deliveroo muss dort über 1,3 Mio. EUR an Sozialabgaben nachzahlen. Paketdienste wie Hermes und Co. arbeiten, bekanntermaßen mit ähnlichen Praktiken. Dennis Radtke stellt fest: “Das hat mit Selbstständigkeit rein gar nichts zu tun. Denn hier gibt es keinen Markt, auf dem die Leute frei agieren. Die einzige unternehmerische Entscheidung ist: Klingel ich zuerst bei Müller, oder zuerst bei Meier. Unternehmerische Risiken werden hier auf Beschäftigte abgewälzt und Sozialkassen betrogen.” Der 41-Jährige Europaabgeordnete für das Ruhrgebiet und sozialpolitische Sprecher der EVP-Fraktion, Dennis Radtke, sagt daher deutlich: „Wir müssen den Online-Plattformen wie UBER und Deliveroo in der EU entschlossen auf die Finger schauen. Es kann nicht sein, dass die Außendienstmitarbeiter dort als selbstständige “Freelancer” unterwegs sind und zu keiner Zeit von der Sozialversicherung abgedeckt sind und noch nicht einmal ein Recht auf Urlaubstage haben! Derartigen Modellen von Scheinselbständigkeit muss zukünftig in Europa der Stecker gezogen werden. Dafür braucht es klare Regeln und engmaschige Kontrollen.“

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